Konzertbericht: Beatsteaks, Parkbühne Wuhlheide, Berlin

Wenn die Beatsteaks in die Berliner Wuhlheide laden, kommen auch viele Nicht-Berliner in die Hauptstadt, um sich das besondere Konzerterlebnis nicht entgehen zu lassen. So auch ich. Es war inzwischen mein drittes Beatsteaks-Konzert in der Parkbühne Wuhlheide. Eins sei  gesagt: auch zum dritten Mal in dieser wunderschönen Location hat die Band am 25. August 2018 neben Ekstase auch Gänsehautmomente verbreitet. Es ist doch immer wieder schön den inzwischen sechs Bandmitgliedern dabei zuzusehen, wie sie einfach Spaß bei dem haben, was sie auf der Bühne machen: Live spielen.

Das erste Highlight war direkt das Intro, das sie mit „As I Please“ begonnen haben. Da kamen Erinnerungen hoch an das erste Konzert der Band in der Wuhlheide 2007. Und auch 11 Jahre später drehten die Fans beim ersten Akkord direkt durch. Doch das sollte nicht der einzige ältere Song sein, den die Berliner an diesem Abend bei ihrem Tourabschluss ihrer „Yours“-Tour spielten.

Tourplakat der Show / Copyright: Beatsteaks

Vor allem Sänger Arnim Teutoburg-Weiß hat sich mal wieder als perfekter Entertainer und Animateur der Massen gezeigt. Hier ein Tänzchen, da ein Hüftschwung und nebenbei die nette Erinnerung, dass das Handy an diesem Abend doch einfach mal in der Tasche bleiben soll. Schließlich kann man auch ohne Spaß haben. Beim obligatorischen Hinknien und Aufspringen bei „Let Me In“ forderte der Sänger die 17000 Fans schließlich dazu auf, sich von störendem Ballast zu befreien und einfach alles Nervige in die Luft zu schmeißen. Gesagt getan. Es regnete Bier, Konfetti und vielleicht ja sogar tatsächlich das eine oder andere Smartphone?

Hatte die Band bei ihrem Konzert in der Berliner Waldbühne im Juni für eine ganz besondere Überraschung gesorgt, als bei der Zugabe plötzlich keine geringere als die beste Band der Welt auf der Bühne stand, so wurde aber auch in der Wuhlheide nicht an Gästen gespart. Gemeinsam mit Jan Windmeier von Turbostaat spielten sie den Kracher „Frieda und die Bomben“. Und bei „Gentleman Of The Year” holte Arnim kurzerhand einen kleinen Fan aus den ersten Reihen auf die Bühne, der mit ihm gemeinsam sang. Auch, wenn diesmal nicht Die Ärzte dabei waren, hat es dem Konzert an nichts gefehlt. Die Beatsteaks sind eben die Beatsteaks. Und genau deshalb waren die Fans auch dort.

Photo: Nina Menken / genreisdead.de

Eine kleine Besonderheit hatte die Band sich dann aber doch noch bis zur zweiten Zugabe aufgehoben. Nacheinander spielten sie jeweils den ersten Song ihrer ersten Platten. Also hieß es noch einmal alle Kräfte zusammennehmen und im Pogo zu „Unminded“ oder „Not Ready To Rock“ abgehen. Es sind diese kleinen Momente, die Wuhlheidenkonzerte der Beatsteaks immer wieder besonders machen.

Songs, wie das Pixies-Cover „Where Is My Mind“ haben dann schließlich für einen kurzen Augenblick die Zeit stillstehen lassen, während im klaren Berliner Nachthimmel der Mond hell leuchtete. Nach gut zwei Stunden beendete die Band ihr Konzert und Sänger Arnim verabschiedete sich mit dem Satz „Vielleicht sieht man sich beim nächsten Mal….oder beim Bäcker um die Ecke“.

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